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20.02.2012 09:45 Alter: 88 days
Kategorie: Presseartikel
Von: NÖN/Wolfgang Kapf

Ein "eiskalter" Protest

Umweltschützer warnen vor "Zerstörung des Ybbsflusses durch EVN-Kraftwerk. 30 stiegen in die kalten Fluten


Knapp 30 Umweltschützer stiegen am 6. Jänner für die Erhaltung der Ybbs in die kalten Flugen

Das Dreikönigsschwimmen bei der Günzinger Brücke stand heuer ganz im Zeichen des Protestes gegen die geplante Errichtung einer EVN-Wasserkraftanlage knapp unterhalb der Hohen Brücke. Rund 30 Aktivisten stürzten sich in die eisigen Fluten. "Der Standort befindet sich mitten im Natura-2000-Schutzgebiet, das zum Schutz von bedrohten Tier- und Pflanzenarten geschaffen wurde. Wir appellieren an die Selbstverantwortung der EVN dieses Projekt nicht einzureichen," erklärte "Pro Ybbs"-Sprecher Franz Raab. "Der vom Aussterben bedrohte Huchen hat sich hier in den letzten Jahren zur Leitfisch-Art entwickelt. Durch das Kraftwerk werden seine Laichplätze vernichtet", betonte Fischereipächter Raimund Wieser und Fischerei-Experte Erhard Loidl ergänzte: "Dazu kommt noch, dass mit Ökoenergie-Förderungsmitteln ein völlig unrentables Kraftwerk unterstützt und die Natur zerstört wird!"